Christian Petry verkennt Realitäten
Pressebericht: "Chritstian Petry verkennt Realitäten"
In der Ausgabe der SZ vom 11.01.10 äußert sich der Vorsitzende des SPD Gemeindeverband Illingen Christian Petry empört über die Finanzlage der Gemeinde. Allen Mitgliedern des Gemeinderates ist seit Langem bekannt, dass die Finanzsituation der Gemeinde alles andere als rosig ist. Zusammen mit anderen Kommunen steht Illingen da leider auch nicht alleine. Weder im Saarland, noch im Bund.
Die Vorwürfe von Christian Petry gegenüber Bürgermeister König sind populistisch. Haben die Genossen in Illingen in den zurückliegenden 10 Jahren, in denen sie dem Gemeinderat angehörten, geschlafen? Oder hat man einfach vergessen, dass die SPD alle langfristig wirksamen Finanzmaßnahmen mitgetragen hat. Als Beispiele zähle ich nur die größten Maßnahmen auf: Der Bau der vier Kunstrasenplätze in einem Zuge und nicht wie von der CDU gefordert, sukzessive Umsetzung über drei Jahre, wurde von der damaligen Rot/Grünen- Mehrheit 1998 beschlossen.
Der Bau der Illipse, die Sanierung des Frei- und des Hallenbades, (beides im ökologisch und ökonomischen Einklang) mit der Sanierung der Hallen in den Ortsteilen. Alles Beschlüsse, die Einstimmig von CDU und SPD getragen wurden. Davon will die SPD bei der anschließenden Finanzierung heutzutage nichts mehr wissen.
Oder will Petry, der auch als künftiger Bürgermeisterkandidat der Illinger SPD gehandelt wird, wieder einmal nur auf sich aufmerksam machen?
So etwas könnte man auch politisch motivierte Volksverdummung nennen.
Der Vorwurf bezüglich Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsplätze und Abwanderung junger Leute ist nicht am Bürgermeister fest zu machen. Hier wirken sich demografischer Wandel und Wirtschaftskrise im Verhältnis zu dem vorher besseren Stand, sicherlich schmerzlich aus.
Bürgermeister König und die Illinger CDU-Fraktion bemühen sich, wo möglich diesen Entwicklungen entgegen zuwirken. Aber die Entscheidung, aus ökologischer wie ökonomischer Verantwortung keine neuen, großen Baugebiete mehr zu erschließen, wirkt sich in den oben beschriebenen Faktoren leider ebenfalls spürbar aus.
Der Versuch von Herrn Petry durch frühzeitige Wählertäuschung Stimmung zu machen ist unanständig. Zudem beschädigt der 1. Beigeordnete damit auch die Gemeinde an sich.




